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Glasmalerei - Berner Atelier Martin Halter in der Stadt Bern 'ART IN MARTIN' - gegründet 1916

Berns älteste Glasmaler-Familientradition der Gegenwart wurde intern soeben umstrukturiert (- Ende Juni 2020). Weiterhin, werden die Aktivitäten in leicht veränderter Form (betr. Angeboten) für Interessenten dieser Kunstform hochgehalten. Insbesondere werden Reparaturen und Wartungsarbeiten an bestehenden, aber in Mitleidenschaft gezogenen Glasmalereien und Bleiverglasungen umgesetzt und ausgeführt. Dies beinhaltet ebenso die Arbeit von Restaurierungsmassnahmen. Die Beratung von Schutz- /Sicherungsmassnahmen in Zusammenhang mit der Repräsentation dieser Kunstform und Projektbegleitung. Bei grösseren Sanierungsmassnahmen bleibt ebenso der verarbeitungstechnische Support durch ein mir nahestehendes Glasatelier gesichert. Falls Sie Fragen zu diesem Thema haben, erreichen Sie mich unter https://www.glasmalkunst.ch/kontakt In den letzten Jahren haben öffentliche Institutionen für ihre Sammlungen Kunstwerke, Dokumentationen, Fotounterlagen, Farbentwürfe, Scheibenrisse u.v.a.m. aus diesem traditionsreichen Atelier übernommen: Schweizerisches Landesmuseum SNM, Zürich, BHM Bern. Historisches Museum, Burgerbibliothek Bern, Berner-Design-Stiftung, Schwez. Schützenmuseum Bern, Vitromusée Romont, Musée ARIANA Genf, etc..

Berner Glasmaler-Restauratoren-Atelier Martin Halter CH-3013 Bern

Veröffentlicht am 25. März 2021 von Martin Halter Glasmaler-Restaurator IER Bern in Glasmalerei, glasmalkunst, reparaturen, Kirchenfenster, kontrolle, restaurierung, unterhalt, Reinigung, restaurieren, Glasmaler

Berns älteste Glasmaler-Familientradition veränderte im 2020 ihre interne Atelierstruktur.  Die Aktivitäten verbleiben im Angebot und sind demnach für eine weitere Zukunft gesichert. Insbesondere werden Reparaturen und Wartungsarbeiten an bestehenden Glasmalereien oder Bleiverglasungen ganzheitlich umgesetzt und ausgeführt. Dies beinhaltet ebenso die Arbeit von Restaurierungsmassnahmen. Die Beratung von Schutz- /Sicherungsmassnahmen in Zusammenhang mit der Repräsentation dieser Kunstform und Projektbegleitung. Bei grösseren Sanierungsmassnahmen bleibt ebenso der verarbeitungstechnische Support durch ein mir nahestehendes Glasatelier gesichert. Falls Sie Fragen zu diesem Thema haben, erreichen Sie mich unter Kontakt

Berns ältestes Drei-Generationen-Atelier für Glasmalkunst hatte im 2020 die interne Werkstatt-Struktur eben abgeschlossen. Unsere Angebote und Dienstleistungen werden Ihnen auch in naher Zukunft zur Verfügung gehalten. (Voranmeldung zum Atelierbesuch erwünscht) - Kontakt: Atelier für Glasmalkunst Bern
 

Martin Halter beschäftigt sich als Experte, Berater und Gestalter für, wegen, mit Glasmalerei, - seine über 50-jährige berufliche Erfahrung wird er bei Bedarf überall dort einbringen, wo sich private Personen oder Institutionen dafür interessieren. Verbleibende Kontakt-Adressen: Martin Halter Bern
Geschädigte Glasmalereien und Bleiverglasungen werden hier professionell und termingerecht repariert. Anfragen: Martin Halter Glasmaler /Kunstglaser EFZ und Glasmaler-Restaurator IER in Bern

 

Aktuelle Ist-Situation zum Thema Glasmalerei
Leider immer noch und viel zu oft, wird durch eine meist einseitig theoretische Einstellung bei der Beurteilung eines bestimmten Sachverhalts, der praxisnahe Anspruch zur Rettung einer geschädigten Substanz ausser acht gelassen.
Man begnügt sich in der Tendenz, einer in Mitleidenschaft gezogenen Glasmalerei mit einer Bricolage entgegenzuwirken und glaubt alles sei nun in bester Ordnung. In der Bedeutung von Bricolage wäre hier einmal mehr anzumerken, wie dies zu verstehen ist: "Basteln, Heimwerken, auf eigene Faust kleinere Reparaturen ausführen." - Bricoleur als Gegenbegriff zum Ingenieur verwendet, um damit zwei unterschiedliche Denkansätze im Umgang mit Kultur zu kenn-zeichnen: während der Ingenieur planmässig und rational an seine Arbeit geht, und die richtigen Spezialwerkzeuge einsetzt, nimmt der Bricoleur-Bastler alles, was ihm irgendwie zuhanden ist, um es zu seinen Zwecken als Werkzeug umzufunktionieren und einzusetzen, ohne sich um die Verwendung, die den Teilen eigentlich zugedacht war, zu scheren. –

So verbleibt auch die Glasmalerei einer ungewissen Zukunft ausgesetzt und niemand will später die jeweilige Verantwortung übernehmen, falls einer schützenswerten Glasmalerei, dadurch mehr indirek-ten oder direkten Schaden zugefügt wurde.

Zum Beispiel zur Realisierung von Instandstellungsmassnahmen an Glasgemälden (Kabinettwappen-scheiben) ist es vorteilhaft, über eine langjährige Erfahrung und eine kunsthandwerklich gefestigte Fertigkeit zu verfügen. Aber inzwischen bestimmen vermehrt, die jeweils geltenden Zeitepochen und Einflussnahmen von zufällig zur Verfügung stehenden Entscheidungsträgern, welche aber meistens eine rein theoretische Richtung vertreten, wie und wo Restaurationsmassnahmen an der Front zu erfolgen hätten. Meistens einzig auf die geschädigte, erhaltenswerte Original-Substanz fixiert, werden leider sachdienliche Hinweise über die Ursachen zu wenig eingehend verfolgt (z.B. warum oder wie so konnte diese Schädigung die betr. Glasmalerei in eine solche Mitleidenschaft ziehen?).  Die daraus entstandenen Befindlichkeiten und Schäden werden zu wenig seriös erörtert und analysiert. Gleichfalls werden später auch die Voraussetzungen oder die Bedingungen für eine erneute Repräsentation, einer restaurierten Glasmalerei für einen bestehenden oder neuen Standort zu wenig umfassend abgeklärt.

Es fehlt vor allem an ganzheitlichen Denkansätzen. Da werden vermeintlich offizielle Auflagen kolportiert, interpretiert und inszeniert, die einem Wahrheitsgehalt in der betr. Angelegenheit immer auch etwas schuldig bleiben. Trotzdem werden vielfach daraus unbegründete Auflagen für eine Instandstellung aus dem Blickwinkels eines Historikers an geschädigter Substanz abgeleitet, um die Arbeitsschritte für die Restaurierung vorzugeben. In der Realität wird meistens auch klar, wie tief inzwischen der Stellenwert eines gelernten, langerfahrenen Glasmalers gefallen sein muss, dass selbst  bei rein verarbeitungstechnischen Fragen /Auskünfte, man gerne auf seine berufserfahrene Praxis verzichten möchte. Inzwischen wird dieser gerade noch als Befehlsempfänger geduldet und verbleibt desinteressiert sein berufliches Selbstverständnis oder Umfeld noch einbeziehen zu wollen.

Da ist zum Beispiel bei einer Baustelle die Rede davon,  - falls eine Bleiverglasung eine Wölbung aufweisen sollte, so müsse diese einfach durch Gegendruck (ohne Ausbau) zu begradigen sein.  Einer solch fatalen Aussage ist gar keine Professionalität mehr abzugewinnen. Diese Empfehlung entnehme ich aus einem Vorgabe-Protokoll eines best ausgewiesenen Vertreters des Denkmalschutzes, als Hinweis an den damit beauftragten Glasmaler. Solche Ansagen bilden leider auch nicht so sehr die Ausnahme.

Weitere Auskünfte via N 079 643 15 81

Zunehmend sieht sich das Glasmaler-Kulturerbe in der Gegenwart mit einer überproportionalen Ver- wissenschaftlichung konfrontiert. Was erwiesener Masse die Situation des gläsernen Kulturerbes kaum verbessern würde. Dadurch wird sich die schützenwerte Glasmalerei sogar einer zusätzlichen Mehrbelastung aussetzen, weil zusehends mehr praxisfremde Anleitungen und Auflagen an die ausführenden Restauratoren durch amtlich vereidigte Theoretiker gemacht werden.  

 

Zu viele  Kunsthistoriker/-Innen haben hier ein Betätigungsfeld entdeckt, wo sie sich mit öffentlichen Geldern ihren vermeintlich unumstrittenen Einsatz entlohnen lassen. Sie haben sich gegenüber und der Öffentlichkeit kaum zu verantworten, denn sie vertreten auch die Meinung: Fehlleistungen liessen sich immer historisch begründen und seien deshalb tolerierbar. So gesehen, sind die eigentlichen Macher dieses Kunsthandwerks, die Glasmaler und Kunstglaser auch nicht mehr von Bedeutung, weil sie sonst die einseitig fixierten Theoretiker/Innen nur in Erklärungsnot bringen würden.

Die berufsspezifischen Zusammenhänge im Blickwinkel einer seriös gelebten Berufsethik, wurde inzwischen mit einer unverbindlich ausgerichteten Haltung ausgetauscht. So gesehen bleibt sich ein Historiker am nächsten und frönt sich in seiner Isolation seiner unbedachten Unzulänglichkeit.

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